...Die Polizei habe den Sänger zunächst festnehmen wollen, doch begnügte sich schließlich damit, ein Protokoll zu erstellen, berichtete sein Produzent. Doch nun lehnte es das zuständige Gericht ab, den Fall zu untersuchen. "Das Protokoll beschreibt nicht den Tathergang, und enthält keinen genauen Hinweis darauf, wie genau in der Öffentlichkeit dazu aufgerufen wurde, den Einsatz der Streitkräfte der Russischen Föderation zu behindern", heißt es in einer Stellungnahme des Gerichts.
"Nach unserem Verständnis ist die Rückgabe des Falls an die Polizei darauf zurückzuführen, dass das Protokoll die Ordnungswidrigkeit nicht beschreibt", zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Anwalt des Musikers. "Das heißt, das Dokument enthält keine Informationen über die konkreten Handlungen oder Äußerungen meines Mandanten, die als öffentliche Handlungen angesehen werden können, die darauf abzielen, den Einsatz der Streitkräfte zu diskreditieren. Werden diese Mängel nicht behoben, wird der Fall eingestellt. Andernfalls wird das Gericht sie erneut prüfen", erläuterte der Anwalt die Umstände. In den sozialen Netzwerken spotten nun Kritiker des Kremls, dass das Gericht wohl keine Lust hatte zu beweisen, dass das Vaterland doch der Arsch des Präsidenten ist, den man zu küssen hat.
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