Ich schau sie nur noch gelegentlich. Mich nerven einfach immer mehr Dinge. Schimanski war in den ersten Folgen toll. Da war was Neues. Weg von dem piefigen Mief der Kommissare, die von Klaus Schwarzkopf, Gustl Bayrhammer, etc. verkörpert wurden. Heute nervt die ewige Fahrerei in Privatwagen. Unglaublich ist immer die Kaffeeschlürferei direkt an Tatorten, an denen die Spurensucher plus Arzt bereits arbeiten, die Kommissare aber immer mit Blaulicht angerauscht kommen. Dazu ewig leuchtendes Blaulicht, auch an geparkten Fahrzeugen: was sagt die Batterie? Und obwohl abtrassiert ist, findet sich immer ein Schupo (mit Dienstmütze natürlich), der das Bändchen hochhebt, damit die Kommissare auch bis an die Leiche(n) vorfahren können. Eingetroffen hören sie dann immer, was sie eigentlich wissen sollten: Näheres nach der Obduktion. In der Regel schieben die Ermittler dann ab, wahrscheinlich zum Bratwurstessen an der sinnlos herumstehende Imbissbude. Der Münsteraner Humor ist mittlerweile auch völlig ausgelutscht. Kann die Figur des Böhrne eigentlich keinen geraden Satz sprechen? Der Saarbrücker Tatort am Samstag war dagegen fast eine Wohltat, aber Achtung: Porschefahrender KHK! Nee, auf Netflix gibt's echt gute Serien. Da kann der Tatort gern draußen bleiben.
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